
Hängt überall in Mainz: Entscheide dich und rauche endlich! Wobei dieses Motiv noch das subtilste ist. (Bushaltestelle Hebbelstraße, Mainz-Lerchenberg)
Zigaretten sind ungesund, stinken und machen cool – so viel wissen wir. Und weil diese Kombination trotz aller Warnungen immer noch dazu führt, dass Menschen mit dem Rauchen anfangen, ist Zigarettenwerbung in Kinos, Fernsehen und Zeitschriften bereits verboten. Aber eine letzte Festung hat die Zigarettenwerbung: Plakate. Und so werden wir v.a. an Bushaltestellen immer noch zugepflastert von Marlboro, Lucky Strikes und Co.
Aktuell extrem pervers: Die Kampagne “Don’t be a Maybe!“ von Marlboro. Die Message ist einfach und richtet sich scheinbar an alle Menschen, die noch zögern, mit dem Rauchen anzufangen. Vom Plakat prangt uns in riesigen Lettern entgegen:
Don’t be a Maybe
- be Marlboro!
Zu deutsch: Sei kein vielleicht, sei Marlboro! Das ist ein unverblümter Aufruf zum Rauchen, dass es kaum dreister geht. Natürlich steht unten drunter der obligatorische Hinweis, dass Rauchen “eventuell unter Umständen möglicherweise” tödlich sein könnte. In Schriftgröße -2.
Die Strategie der Kampagne ist sowieso interessant. In Mainz hingen wochenlang weiße Plakate, auf denen nur “Maybe” stand. Im ersten Moment hatte ich auf Autowerbung getippt, bis ich zwei Wochen später die ersten Plakate mit Zigarettenschachtel entdeckt habe.
Eigentlich ziemlich enttäuschend, ich hatte mir eine nette Kampagne von VW erwartet. Aber gut, ob jetzt qualmende Karren oder Glimmstängel – im Endeffekt führt beides auf Dauer wohl zum Tod.
Die Werbeblogger haben übrigens eine schöne Schlussfolgerung aus der Kampagne gezogen.

Pingback: Don’t be a MAYBE – Die neue Marlboro Werbung (inkl. Alternativvorschlag meinerseits) | Mediengestalter.cc
#1 by Albert on 01.02.2012 - 14:39
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Ja, wo kämen wir denn hin, wenn Firmen für ihre legalen Produkte Werbung machen dürften, gelle?
#2 by Stimpy on 01.02.2012 - 14:55
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Legal? Ja. Kein Problem, ich kann mit Zigarettenwerbung leben.
Wenn aber bspw. ein Bierhersteller für Komasaufen werben würde, wäre das schon grenzwertig oder?
Ähnlich ist es hier. “Fang mit dem Rauchen an!” hat nichts mit dem Produkt zu tun.
#3 by Albert on 01.02.2012 - 15:46
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Naja, doch oder? Er saght ja “Fang mit dem Rauchen von Malboro an
” Und naja mit Komasaufen zu werben ist was anderes es würde eher einem Bierhersteller gleichkommen der wirbt: “Trink dein erstes Bier mit Marke XY”
#4 by Stimpy on 01.02.2012 - 15:48
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Auch das fände ich grenzwertig
Klar ist es legal, aber muss man es gut finden? Hm.
#5 by Albert on 01.02.2012 - 16:07
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Ne muss man nicht, aber es fühlt sich für mich so an als würdest du einfach auf der Welle sinnlosen Verteufelung der Raucher und Zigarettenhersteller mitschwimmen und nicht einfach nur die Werbung.
#6 by Stimpy on 01.02.2012 - 16:12
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Im ersten Satz des Artikels _könnte_ man Ironie finden
#7 by Albert on 01.02.2012 - 16:15
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Ich muss zugeben ich tue mir schwer geschriebene Ironie zu erkennen, ich bitte deshalb um Verzeihung
#8 by stefano on 10.02.2012 - 19:43
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was man damit anfängt solle einem wohl selbst überlassen sein, aber hier lässt sich der Großteil wohl gerne vorschreiben, was man sehen darf und was nicht (marlboro plakat! skandal!)
andererseits funktioniert es unter anderem deswegen wohl so gut
#9 by Stimpy on 12.02.2012 - 23:24
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Ich will niemandem vorschreiben, was man zu sehen hat oder nicht. Kritik üben ist aber denke ich erlaubt – immerhin leben wir in einer freien Gesellschaft
Skandal finde ich im oberen Artikel nicht als Wort. Dass es gerade deswegen so gut funktioniert stimmt wohl. Denn die meisten skandalösen Kampagnen bleiben in den Köpfen (vgl. die immer sehr grenzwertige Werbung von SIXT z.B.)