Hängt überall in Mainz: Entscheide dich und rauche endlich! Wobei dieses Motiv noch das subtilste ist. (Bushaltestelle Hebbelstraße, Mainz-Lerchenberg)

Zigaretten sind ungesund, stinken und machen cool – so viel wissen wir. Und weil diese Kombination trotz aller Warnungen immer noch dazu führt, dass Menschen mit dem Rauchen anfangen, ist Zigarettenwerbung in Kinos, Fernsehen und Zeitschriften bereits verboten. Aber eine letzte Festung hat die Zigarettenwerbung: Plakate. Und so werden wir v.a. an Bushaltestellen immer noch zugepflastert von Marlboro, Lucky Strikes und Co.

Aktuell extrem pervers: Die Kampagne “Don’t be a Maybe!“ von Marlboro. Die Message ist einfach und richtet sich scheinbar an alle Menschen, die noch zögern, mit dem Rauchen anzufangen. Vom Plakat prangt uns in riesigen Lettern entgegen:

Don’t be a Maybe
- be Marlboro!

Zu deutsch: Sei kein vielleicht, sei Marlboro! Das ist ein unverblümter Aufruf zum Rauchen, dass es kaum dreister geht. Natürlich steht unten drunter der obligatorische Hinweis, dass Rauchen “eventuell unter Umständen möglicherweise” tödlich sein könnte. In Schriftgröße -2.

Die Strategie der Kampagne ist sowieso interessant. In Mainz hingen wochenlang weiße Plakate, auf denen nur “Maybe” stand. Im ersten Moment hatte ich auf Autowerbung getippt, bis ich zwei Wochen später die ersten Plakate mit Zigarettenschachtel entdeckt habe.

Eigentlich ziemlich enttäuschend, ich hatte mir eine nette Kampagne von VW erwartet. Aber gut, ob jetzt qualmende Karren oder Glimmstängel – im Endeffekt führt beides auf Dauer wohl zum Tod.

Die Werbeblogger haben übrigens eine schöne Schlussfolgerung aus der Kampagne gezogen.